3:1 oder 2:1?
Mit den Wire-O®
Stanz- und Bindemaschinen können Bücher in den Teilungen 3:1 und 2:1 hergestellt werden.
In der Folge
ein paar Antworten auf häufig gestellte Fragen:
Worin besteht der Unterschied zwischen den beiden Teilungen?
Für welche Anwendung ist welche Teilung die
passende?
Lohnt es sich, nur mit Teilung 2:1 zu arbeiten?
Der Unterschied
zwischen den beiden Teilungen:
Teilung 3:1 bedeutet 3 Löcher auf 1 Zoll, das sind 34 Löcher auf
A4-Länge.
Teilung 2:1 bedeutet 2 Löcher auf 1 Zoll, das sind 23 Löcher auf A4-Länge.
Bei der 3:1-Teilung sind die Löcher kleiner (4
mm Ø) und der Bindedraht
dünner,
deshalb ist eine Obergrenze von ca. 120 Blatt das "dickste" was mit
Teilung 3:1 gebunden werden kann.
Stanzmuster Teilung 3:1

Bei der 2:1-Teilung sind die Löcher größer (6
mm Ø) und der Bindedraht ist
dicker,
deshalb können hiermit Bücher bis ca. 280 Blatt gebunden werden.
Stanzmuster Teilung 2:1

Welche Teilung für welche Anwendung?
Mit 3:1 sollten alle Bindungen mit kleinem Umfang verarbeitet werden, z.
B. Kalender
oder Präsentationen.
Der dünnere Draht in kleinen Löchern passt optisch besser zu dünneren Bindungen.
Außerdem ist bei dünnen Lagen die Stabilität mit den kleinen Löchern und vielen
Schlaufen besser.
Mit 2:1 können alle Bindungen mit großem Umfang verarbeitet werden, z.B. dicke Bücher
oder Straßenkarten.
Der stärkere Draht gibt dem dicken Buch mehr Stabilität und ermöglicht auch ein
Umblättern von großen Lagen,
ohne ein Verbiegen des Bindedrahts befürchten zu müssen.
Lohnt es sich, nur mit Teilung 2:1 zu arbeiten?
Möglich ist es, aber nicht sehr sinnvoll.
Ein Kalender z. B. oder eine Präsentation von z. B. 30 Blatt wirkt mit einer 2:1 Bindung
wie gewollt und nicht gekonnt.
Die großen Löcher, der Abstand zwischen den Schlaufen und der dickere Draht passen nicht
zum Umfang dieser dünnen Werke.
Auch das Bindeergebnis ist aus diesem Grunde "wackliger" weil die Blätter zueinander zu
viel Spiel haben.
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